Im Gegensatz zu Intels bisherigen Desktop- und Server-Prozessoren auf Basis der Intel-NetBurst-Mikroarchitektur setzt der Core 2 auf Intels neue, weitestgehend Pentium-M-basierte Core-Mikroarchitektur. Diese unterscheidet sich von der NetBurst-Architektur neben der deutlich geringeren elektrischen Leistungsaufnahme vor allem durch die drastisch verkürzte Pipeline.
Dies verringert zwar die mögliche Maximalfrequenz, dafür steigt die
Leistung bei gleicher Taktfrequenz, so dass die neuen Prozessoren bei
gleicher Taktfrequenz etwa 100 % mehr leisten.
Neben der verkürzten Pipeline sind diese Leistungssteigerungen aber
auch auf verschiedene Verbesserungen an den Recheneinheiten des Core 2
zurückzuführen. Die verbesserten und teilweise neu eingeführten
Vektoroperationen benötigen nur noch einen Taktzyklus – halb so viel wie bisher – und mittels Macro-OP Fusion kann der Befehlsdecoder aus Addition und Multiplikation eine einzelne MAC-Funktion generieren. Laut Intel soll von letztgenannter Optimierung im Durchschnitt jeder zehnte Befehl profitieren.
Ferner wurden Stromsparfunktionen der Vorgänger Pentium M und Intel Core
übernommen. Neben der dynamischen Anpassung von Takt und
Betriebsspannung können viele Teile der CPU bei Nichtgebrauch
abgeschaltet werden, um Energie zu sparen. In Verbindung mit der
allgemein geringeren Leistungsaufnahme der neuen Core-Mikroarchitektur,
aber auch den geringeren Taktraten, macht das den Core 2 bei seinem
Erscheinen zu einer der energieeffizientesten Prozessorentwicklungen
überhaupt.
Mit neuen Steppings, unter anderem M0, wurde der Stromverbrauch im Ruhezustand weiter gesenkt.[1]
Ende 2007 wurden neue Prozessoren in 45-nm-Fertigung mit einer etwas optimierten Architektur eingeführt. Durch den Shrink auf 45 nm selbst und die Umstellung der Transistorbauweise auf High-k-Dielektrikum (auf Basis einer Hafniumverbindung)/Metal-Gate sind zudem schnellere Transistoren mit kleinerem Leckstrom möglich.
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